Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen mit Nadeln über spezifische Punkte der Körperoberfläche.

Akupunktur umfasst die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen auf der Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), moderner Akupunkturverfahren und ihre wissenschaftlichen Erforschung.

Auf 14 Energiebahnen (Meridianen) des Körpers liegen 361 Akupunkturpunkte (Nervenknoten). Je nach Krankheit werden Sie bei der Akupunktur in verschiedener Kombination stimuliert.

Folge: Rückenmark und Gehirn setzen körpereigene Opiate (Endorphin, Serotonin) frei.

Effekt: Schmerzen und Entzündungen verschwinden – ein Heilerfolg, der sonst nur mit Medikamenten erzielt wird.

Indikationen: Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, (z.B. Migräne), Tinnitus, Sportverletzungen im Sinne von Sehnenüberlastungen, (z.B. Tennisarm, Schulterschmerzen), Carpaltunnelsyndrom, Arthrose – Gelenkverschleiß (Hüft- und Kniegelenk) und Allergien.

Wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur (Wie wirkt Akupunktur?)

Segmental

Akupunktur wirkt grundsätzlich über neurale und neurohumorale Mechanismen. Die neurale Erklärung geht von der Vorraussetzung aus, dass die Akupunkturwirkung nur über ein intaktes Nervensystem erfolgt.

1. Gate-Kontroll-Theorie
Die Gate-Kontroll-Theorie besagt, dass die durch Akupunktur induzierte Schmerzlinderung auf Rückenmarksebene zu erklären ist. Die langsam leitenden, marklosen Nervenfasern, die den Organschmerz übertragen, werden dabei von den schnellleitenden, bemarkten Nervenfasern gehemmt.

2. Deszendierende Hemmung
Es wird heute als belegt angesehen, dass durch periphere Stimulation bestimmter Punkte (Aku- punkturpunkte) vermehrt Endorphine im Bereich des Mittelhirns ausgeschüttet werden. Absteigende (deszendierende) Nervenbahnen, hemmen, vermittelt durch Serotonin, auf spinaler Ebene den Organschmerz (sog. Deszendierende Hemmung).

3. Unter Nadelstimulation lassen sich deutliche sympatikolytische Effekte nachweisen, die sowohl zu einer Verbesserung der Durchblutung als auch zu einer Schmerzlinderung führen.

4. Segmentale Wirkung (Head / Mc Kenzie)
Besonders Akupunkturpunkte im Bereich des Rumpfes zeigen eine neuroanatomische begründete Zuordnung zu einem inneren Organ.

5. Akupunktur beeinflusst die Neurotransmitter Serotonin und die Endorphine.

6. Akupunktur bewirkt eine Tonusveränderung eines Muskels und eine gleichsinnige Mitreaktion aller Muskeln der betroffenen kinetischen Kette.

7. Akupunktur hat eine immunmodulierende Wirkung (Abnahme von IgE und Eosinophilen)